Auf dem GER-Niveau B1 lernen Sie den Infinitiv mit zu. Er steht nach vielen Verben (versuchen, anfangen, vergessen), nach Adjektiven (Es ist wichtig, …) und nach Nomen (Ich habe keine Lust, …). Bei trennbaren Verben steht zu zwischen Präfix und Verb: anzufangen.
Im Deutschen steht nach vielen Verben, Adjektiven und Nomen ein Infinitiv mit zu. Er bildet eine Ergänzung, die das Hauptverb näher bestimmt:
Grundbeispiele
Ich versuche, pünktlich zu kommen.
Es ist wichtig, Deutsch zu lernen.
Ich habe keine Lust, aufzuräumen.
Viele Verben werden mit dem Infinitiv + zu kombiniert:
| Verb | Beispiel |
|---|---|
| anfangen | Es fängt an zu regnen. |
| aufhören | Er hört auf zu rauchen. |
| versuchen | Ich versuche, früh aufzustehen. |
| vergessen | Vergiss nicht, die Tür abzuschließen! |
| planen | Wir planen, nach Spanien zu fliegen. |
| hoffen | Ich hoffe, dich bald wiederzusehen. |
| empfehlen | Ich empfehle dir, mehr zu lesen. |
| bitten | Ich bitte dich, leise zu sein. |
Bei trennbaren Verben steht zu zwischen dem Präfix und dem Verbstamm. Man schreibt alles zusammen:
Trennbare Verben
anfangen → anzufangen
aufräumen → aufzuräumen
einkaufen → einzukaufen
mitnehmen → mitzunehmen
Untrennbare Verben (zu steht davor)
verstehen → zu verstehen
beginnen → zu beginnen
Nach diesen Verben steht der Infinitiv ohne zu:
| Gruppe | Beispiel |
|---|---|
| Modalverben (können, müssen…) | Ich muss heute arbeiten. |
| lassen | Ich lasse das Auto reparieren. |
| sehen, hören (Wahrnehmung) | Ich sehe ihn kommen. |
| gehen, fahren (Bewegung) | Wir gehen einkaufen. |
| bleiben | Er bleibt sitzen. |
Der Infinitiv mit zu steht nach vielen Verben (versuchen, anfangen, aufhören, vergessen, planen, hoffen, empfehlen), nach Adjektiven mit es ist (Es ist wichtig, Deutsch zu lernen.) und nach Nomen (Ich habe keine Lust, aufzuräumen.).
Bei trennbaren Verben steht zu zwischen Präfix und Verb: anzufangen, aufzuräumen, einzukaufen. Bei untrennbaren Verben steht zu davor: zu verstehen, zu beginnen.
Der Infinitiv steht ohne zu nach Modalverben (Ich muss gehen.), nach lassen (Ich lasse das Auto reparieren.), nach sehen, hören, fühlen in der Wahrnehmung (Ich sehe ihn kommen.) und nach gehen, fahren, kommen bei Bewegung (Wir gehen einkaufen.).
Ein Komma steht, wenn der Infinitiv mit zu eine Erweiterung hat (mehr als nur zu + Verb): Ich versuche, pünktlich zu kommen. Bei kurzem Infinitiv kann man das Komma weglassen: Ich versuche zu schlafen. Im Zweifel ist ein Komma immer richtig.